Direkt zum Inhalt

Wir ebnen aktiv den Weg in die Wasserstoff-Zukunft 

Der Übergang zu einer flächendeckenden, klimaneutralen Wasserstoff-Versorgung ist gleichermaßen Chance und Herausforderung. Wir nehmen die Mission gern an. Schon jetzt begleiten wir die Transformation unserer Speicher-Assets in Richtung Wasserstoff auf verschiedenen Ebenen. Nicht nur das: Wir bringen unser Know-how auch in anwendungsnahen Forschungsprojekten ein und engagieren uns in verschiedenen Wasserstoff-Verbänden und -Initiativen. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr dazu.

In Vorbereitung: 
Neuer Wasserstoffspeicher

 

In den nächsten Jahren wollen wir in Bad Lauchstädt einen neuen Gasspeicher errichten, der  zur Lagerung von 100-prozentigen Wasserstoff geeignet ist. 

In Prüfung: 
Erdgasspeicher umnutzen

 

Derzeit prüfen wir, welche Maßnahmen notwendig sind, um unsere bestehenden Erdgaskavernen für Wasserstoff umzurüsten.

In Forschung: 
Wasserstoff beimischen

 

Parallel beschäftigen wir uns mit der Frage, ob und wie Wasserstoff künftig dem Erdgas in unseren Speichern beigemischt werden kann.

Innovative Infrastruktur entwickeln: Unser Forschungs-Hotspot


 

Energiepark Bad Lauchstädt

Bild
Energiepark Bad Lauchstädt

Wasserstoffforschung unter realen Bedingungen – dafür steht der Energiepark Bad Lauchstädt. Als „Reallabor der Energiewende“ wird das Projekt im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Das Ziel: Erstmals die gesamte Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab erproben – von der intelligenten Erzeugung und Speicherung über den Transport bis zur Vermarktung und Nutzung. 

Mit Strom aus einem nah gelegenen Windpark produziert eine Großelektrolyse-Anlage mit bis zu 30 MW Leistung grünen Wasserstoff. Das Gas wird über eine Pipeline in das Wasserstoffnetz der mitteldeutschen Chemisch-Industrie eingespeist und perspektivisch für urbane Mobilitätslösungen eingesetzt. 

Wir errichten zudem eine eichfähige bidirektionale Gasmengenmessung sowie gemeinsam mit dem DBI eine Gasreinigungsanlage – für 100-prozentigen Wasserstoff. In unserem Reallabor prüfen wir zudem, ob effizientere und kostengünstigere Verfahren zur Aufbereitung von Wasserstoff möglich sind. Damit leisten wir wesentliche Vorarbeiten, um Wasserstoff im Kavernenspeicher einlagern zu können – und tragen zu einer technologisch starken und zukunftsorientierten Wasserstoffregion in Mitteldeutschland sowie zu einer erfolgreichen Sektorenkopplung in der gesamten Bundesrepublik bei.

 

Bild
Logo BMWK

 

"Green Octopus Mitteldeutschland - 
GO Speicher!"

Nutzbarkeit einer vorhandenen Kaverne für die Wasserstoffspeicherung – dieses Ziel verfolgen wir auch im Rahmen des IPCEI-Projektes „Green Octopus Mitteldeutschland – GO Speicher!“. Mit diesem „Important Project of Common European Interest“ (kurz IPCEI), also einem Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse, möchten wir ein staatliches Förderprogramm nutzen, um die europäische Industrie und Wirtschaft auf Energieebene zukunftssicher zu gestalten. Einen Antrag zur Notifizierung haben wir bereits gestellt.

Unser Ziel: An unserem Standort in Bad Lauchstädt wollen wir eine bereits bestehende Kaverne so umwidmen, dass darin künftig Wasserstoff gespeichert werden kann. Parallel dazu ist geplant, dass wir die oberirdischen Anlagen neu bauen und sie mithilfe einer Anbindungsleitung mit der Kaverne vernetzen. Wir möchten den Wasserstoffspeicher in den Regelbetrieb überführen und somit den Markthochlauf von grünem Wasserstoff unterstützen. Mit einem Fassungsvermögen von 50 Mio. Nm³ Wasserstoff wäre es die erste Kaverne dieser Größenordnung in Deutschland. 

Am 15.07.2024 wurden 23 Projekte der dritten IPCEI-Welle "Hy2Infra" beihilferechtlich genehmigt. Mit diesem wichtigen Schritt haben wir offiziell die Fördermittelzusage für unseren geplanten Wasserstoffspeicher erhalten und somit die gute Nachricht, dass der Bund das Projekt bis 2028 mit bis zu 64% der Investitionssumme unterstützen wird. Voraussetzung für den Bau des Speichers ist nun noch die finale Investitionsentscheidung unter Berücksichtigung aller wirtschaftlicher Aspekte.

 

Gemeinsam mehr erreichen: Unser Engagement in Verbänden

 

Mitgliedschaft beim DWV

Der Deutsche Wasserstoff-Verband e. V. (DWV) engagiert sich für den Aufbau einer Grünen-Wasserstoff-Marktwirtschaft. Besonders im Fokus: ein Energiesystem, das klimaneutral, wirtschaftlich, sozialverträglich und versorgungssicher ist. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik und Zivilgesellschaft – und zwar entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfung und auf wissenschaftlicher Basis. Seit 2024 sind wir Mitglied beim DWV.

DWV - Deutscher Wasserstoff-Verband e.V.


Neu dabei: H2eart for Europe

Im Januar 2024 hat sich eine neue Wasserstoffspeicherallianz auf europäischer Ebene gegründet: H2eart for Europe. Wir sind von Anfang mit dabei. Der Verband bündelt die Interessen und Engagements künftiger Betreiber von Wasserstoffspeichern in der EU. Das Ziel der Allianz: die Dekarbonisierung und Flexibilisierung des europäischen Energiesystems beschleunigen – zu möglichst geringen Kosten für die Gesellschaft. Als zentrales Element sehen die Mitglieder den intelligenten Einsatz von unterirdischen Wasserstoffspeichern.

H2eart for Europe